Nie wieder frieren!
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"Puh, ist mir kalt!" Carsten zitterte am ganzen Körper. Auch seine Lippen waren schon blau gefroren. "Dabei habe ich einen dicken Anorak an! Warum müssen wir bei solchem Wetter in den Pausen bloß auf den Schulhof?! Drinnen ist es doch viel angenehmer. - Frierst du denn nicht auch, Michael?"



"Nein", antwortete ihm sein Schulkamerad, "so kalt ist es doch gar nicht! Gerade mal zwei Grad über null. Mit den Pfadfindern haben wir schon bei Frost in Iglus übernachtet." "Da müsst ihr aber ganz schön gebibbert haben", meinte Carsten. "Nein, überhaupt nicht!", erwiderte ihm Michael. "Man muss nur ein paar Regeln beachten."

"Was für Regeln?", wollte Carsten nun wissen. "Ich kann dir jetzt nicht alles erzählen, was ich bei den Pfadfindern gelernt habe. Aber du hast zum Beispiel keine Mütze auf." "Eine Mütze sieht doch blöd aus."



"Ob es blöd aussieht oder nicht, das ist mir egal", gab Michael zurück, "den größten Teil unserer Körperwärme verlieren wir nämlich über den Kopf. Und wenn wir auskühlen, beginnen wir zu frieren. Deshalb trage ich eine Mütze. Ich möchte lieber gesund sein, als mich so anziehen, wie es anderen gefällt - und krank werden."

"Das hat dir wohl deine Mutter eingetrichtert", grinste Carsten. "Nein, mein Verstand hat mir das gesagt. - Übrigens, du hast doch in der Schule gelernt, dass nicht die Kleidung dich wärmt, sondern die Luftschicht in der Kleidung oder zwischen den Kleidungsstücken." Carsten nickte.